EF-Magazin Eigentümlich Frei
|
Vorsicht! Diese Kommentare zum Zeitgeschehen und zu gesellschaftlichen Entwicklungen stehen immer öfter im Widerspruch zum Mainstream unserer Medienwelt. Aber sicher regt es dazu an, manche Meinungen und Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen.
|
ef-magazin Feed
Die neuesten Artikel von ef-magazin.de
|
|
06.02.2012 15:50
|
| Medien: ?Print 24? |
Die Seriensensation aus Deutschland
von Axel B.C. Krauss
Viel Vergnügen beim rasanten Nonstop-Action-Brainbuster ?Print
24? der deutschen Buchstabensuppenhersteller: alles was Sie lesen, verursacht Zwerchfellkrämpfe
in Echtzeit. Ob deutsche Kabarettisten und Komödianten aller Couleur demnächst
eine Sammelklage gegen die Printmedien anstrengen werden, ist bislang nicht
bekannt. Darf aber vermutet werden, denn wenn es so weitergeht in Deutschland, wird der Mainstreamjournalismus unter professionellen Gaglieferanten bald für
Langzeitarbeitslosigkeit sorgen. Sowas nennt man Wettbewerbs- beziehungsweise
Marktverzerrung.
Welt-Online: ?Kurt Beck ließ sich Flug von Partymanager
bezahlen?. Um gleich nachzulegen: ?Partymanager Schmidt lud Özdemir zu
Fußballspiel ein?. Schockschwerenot! Sollte
Wulffowitz doch tatsächlich nicht der einzige gewesen sein, der die eine oder
andere Vergünstigung dankbar annahm oder sich ein Bobbycar für seinen Sohn
schenken ließ? Wer wäre denn darauf gekommen?
Statt sich angesichts solcher Meldungen je nach
individueller psychischer Disposition ins Koma zu lachen oder auch einfach nur
zu verzweifeln, sollte man vielleicht in die Offensive gehen und aus reinem Jux
die Herrschaften kostenlos mit neuen Schlagzeilen versorgen. Der Phantasie sind
keine Grenzen gesetzt. Hier meine persönlichen Favoriten:
Wulff prellte Eiscafé um Rechnung für einen Bananensplit.
Westerwelle schluckt Strafzettel für Geschwindigkeitsüberschreitung vor den
Augen der Politesse herunter.
Claudia Roth ließ sich vom Uhse-Konzern Vibrator schenken.
Sigmar Gabriel aß im Restaurant eines befreundeten Starkochs monatelang Fünf-Gänge-Menüs
zum Nulltarif.
Deutsche Journalisten bestellen bei amerikanischem Psychopharmakonzern massenhaft
Ehrlichkeitskonzentrat der Marke BeHonest.
Schon gut, Schluss mit den Albernheiten. Warum solche
herzerweichend lächerlichen Lappalien nach wie vor auf verzweifelt wirkende
Weise hervorgekramt und in alle Schaufenster gestellt werden? Was zu Beginn der
?Causa Wulff? noch eine zarte Vermutung vieler denkender ... |
|
06.02.2012 15:18
|
| Währung: Der Fluch des Euro |
Vom Elend der politischen Anmaßung
von Andreas Tögel
?Der Euro kommt zu früh!? So lautete
ein anno 1998 von 155 namhaften Wirtschaftswissenschaftlern in der ?FAZ?
veröffentlichter Aufruf. Vergebens. Das Lieblingsprojekt der politischen Eliten
wurde ? ohne Rücksicht auf Verluste, wie wir gegenwärtig erleben ? dennoch ins
Werk gesetzt. Es ging dabei von Anbeginn an nicht ums Geld, nicht um die
keineswegs grundsätzlich schlechte Idee einer gemeinsamen Währung. Der Euro war
niemals ein monetäres, sondern ein lupenrein politisches Projekt und sollte der
Schaffung eines neuen Imperiums nach US-Vorbild, der ?Vereinigten Staaten von
Europa?, Vorschub leisten. Auf direktem Wege ? über entsprechende Referenden ?
wäre dieser größenwahnsinnige Plan unmöglich zu realisieren gewesen, das war
der herrschenden Klasse sonnenklar. Niemals würden die so grundverschiedenen
Völker der Alten Welt der Aufgabe ihrer Eigenarten und ihrer Fernsteuerung durch
Brüssel freiwillig ihre Zustimmung erteilt haben. Europa hat der Welt einst eben
nicht als zentral verwalteter Monolith seinen Stempel aufgedrückt, sondern als
Sammelsurium miteinander konkurrierender Völker und Ideen. Zu sehr war und ist
den Bürgern Europas auch heute noch bewusst, dass die Stärke ihres Kontinents
in der Vielfalt und nicht in der Einfalt und der erzwungenen Nivellierung
liegt.
Daher spannten die abgehoben
agierenden Politeliten den Ochsen trickreich hinter den Karren und führten zunächst
die Gemeinschaftswährung ein ? in der sicheren Gewissheit, dass diese ohne eine
? gegenwärtig in Umsetzung befindliche ? totale Gleichschaltung der Provinzen
des neuen Reiches keinen Bestand haben könnte.
Nun wird die Verteidigung des Euro zu
einer ?Frage von Krieg und Frieden in Europa? stilisiert. Helmut Kohl meint: ?Der
Euro ist ein Friedensprojekt?. Von höchsten Vertretern der Union werden ... |
|
04.02.2012 18:15
|
| Euro-Krise: Auf dem Wege zum totalen Überwachungsstaat |
Die automatische Kontenabfrage ist nur der Anfang
von Edgar L. Gärtner
Wenn der permanente
Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), wie geplant, am 1. Juli 2012 in Kraft
tritt, dann müssen die deutschen Steuerzahler für Billionen von Euros bürgen. Schon
im September 2011 schlug deshalb Levin Holle von der Boston Consulting Group
der Bundesregierung eine hohe Einmalsteuer auf alle Sparvermögen vor, die nicht
weniger als sechs Billionen Euro in die Staatskasse brächte. Um ihre im
Schweiße des Angesichts erworbenen Ersparnisse vor dem Zugriff des Staates zu
retten, bleiben den immer mehr zu gläsernen Bürgern werdenden Steuerpflichtigen
kaum noch Auswege. Schritt für Schritt bauen die deutschen Finanzbehörden ein
System lückenloser Kontrollen aller privaten Zahlungsvorgänge auf. Das beginnt
mit der Einführung einer einheitlichen Steuernummer, geht weiter mit der
automatisierten Kontrollabfrage privater Bankkonten und dem Einsatz von raffinierter
Schnüffelsoftware für die Aufdeckung von Ungereimtheiten in Steuererklärungen
und soll nach dem erklärten Willen der EU mit der Wiedereinführung von
Devisenkontrollen und der schrittweisen Abschaffung des Bargeldes enden.
Verkauft wird das
alles den hilflosen Steuerbürgern mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit der
Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. Doch allein im
vergangenen Jahr gab es über das Bundeszentralamt für Steuern 63.000
Kontenabfragen. Deshalb wies Bundesdatenschützer Peter Schaar vor kurzem darauf
hin, dass die im April 2005 eingeführte automatisierte Kontenabfrage allmählich
zu einem Routine-Instrument wird. ?Eine
Maßnahme, die laut Bundesverfassungsgericht eigentlich als Ausnahme gedacht
war, hat sich fast zu einer Routine entwickelt. Diesem ungehemmten Zuwachs muss
der Gesetzgeber dringend Einhalt gebieten?, fordert Schaar. Das bleibt wohl
ein frommer Wunsch. Denn die Vermehrung und Verfeinerung der
Überwachungssysteme hat offenbar System ... |
|
04.02.2012 01:03
|
| Marktkommentar: Von Draghis Monsterdruck zum Gigadruck |
Das letzte Jahr von Dollar, Euro & Co.
von Walter K. Eichelburg
Für den Moment scheint der Euro wieder einmal gerettet zu
sein ? nachdem er Mitte Dezember 2011 zusammen mit den Banken wieder einmal
fast untergegangen wäre. Vorübergehend natürlich, denn die Probleme wie die
Überschuldung sind natürlich ungelöst. Man hat es mit neu gedrucktem Geld
übertüncht.
Der
Draghi-Monsterdruck
Wir erinnern uns: am 21. Dezember schüttete die EZB das
grosse Füllhorn über die Banken der Eurozone aus. In einem ?LTRO? genannten Dreijahrestender
wurden 489 Milliarden Euro ausgeteilt. Dies mit dem impliziten Auftrag an die
Banken, Staatsanleihen der maroden PIGS-Staaten zu kaufen. Dieses Geld wird
real verschenkt, denn die Banken haben keine realen Sicherheiten mehr, um sie
bei der EZB als Pfand zu hinterlegen. Also werden ?Sicherheiten? mit
Staatshilfe konstruiert, so etwa in Italien.
Es hat einige Wochen gedauert, bis Mitte Januar 2012 eine
leichte Entspannung bei den Banken und PIGS-Staaten eintrat. Die Einlagen der
Banken bei der EZB sind immer noch übermässig hoch ? ein Zeichen, dass der
Interbankenmarkt immer noch nicht richtig funktioniert. Aber sie erreichen
nicht mehr über 500 Milliarden Euro wie zu Spitzenzeiten. Dafür explodieren die
Target2-Salden der Euro-Zentralbanken: bei Deutschland und den Niederlanden um
viele 100 Milliarden ins Positive, bei Italien & Co. ins Negative ? als
Merkmal für die massive Kapitalflucht aus den Südstaaten.
Vom Monsterdruck zum
Gigadruck
Inzwischen will die EZB diese Operation Ende Februar
wiederholen, aber mit viel grösseren Summen: bis zu 1,5 Billionen Euro sind im
Gespräch, wieder für drei Jahre und
zusätzlich zu LTRO und anderen kurzfristigen Tendern. Zusätzlich dürfte die Fed
der EZB eine Billion ... |
|
04.02.2012 00:01
|
| Athanasios die Glosse: Imperialfeudalistische Adligenpartei |
Aber natürlich waren die Nazis rechtsradikal
von Athanasios
Die Nazis und links? Aber nicht doch, nur eine ?gezielte Provokation?, die Erika Steinbach zwitscherte, um die Linken ?aus ihren Löchern? bei Twitter zu holen. Wahrscheinlich hatte sie es in der ?Münchner Runde? aufgeschnappt, bei Arnulf Baring: ?Waren die Nazis rechts? Das halte ich für einen Grundirrtum... Die Nazis waren nicht rechts, die Nazis waren eine Linkspartei.? Die Moderatorin wollte dem alten Sozialdemokraten gar nicht erst widersprechen, sondern bat ihn, er möge ?dieses Fass jetzt nicht aufmachen.? Das beste Fass bleibt dem Massenpublikum besser verschlossen. Eine breite Diskussion lebt von ihrer Ausdehnung auf der Sendefläche, da fragt man nicht weiter nach. Bekanntlich hatten die Nazis ihrer extrem rechten Partei nur ein linkes Etikett aufgeklebt, um zu verdecken, dass sie Handlanger des Monopolkapitalismus waren. ?NationalSOZIALISTISCHE deutsche ARBEITERPARTEI?, buchstabiert Erika Steinbach und braucht kaum 140 Zeichen. Die linksradikalen Jakobiner waren Nationalisten, ihr Ideologe Sieyès beschwor die egalitäre Nation, in der Adlige und Geistliche nichts zu suchen haben. Aber Rechtsradikale wie Burke oder Maistre schrieben nur gegen die Nation an, um ihren Nationalismus fleckzutarnen. Sozialistisch waren die Nazis auch nicht, denn sie haben niemanden enteignet, fast niemanden, und sie hatten nur zufällig Lager und einen totalen EinPARTEIenstaat wie die Sozialisten im Osten. Zum Glück ließ Herr Musharbash vom ?Spiegel? schnell Gewehrsmänner gegen Erika Steinbach schießen: ?Experten sehen das anders.? Heinrich August Winkler krähte gegen Erikas Gezwitscher, die NSDAP sei ?die rechteste Partei? gewesen, ?die es je gegeben hat?, sie sei ?mindestens so antiliberal gewesen wie sie antimarxistisch war?. Denn die Liberalen waren ja ... |
|
02.02.2012 10:49
|
| Gestern im EU-Parlament: Nigel Farage ärgert Reinhard Bütikofer und Martin Schulz |
Neues vom letzten Europäer
von André F. Lichtschlag
Der Ron Paul Europas kommt aus England. Nigel Farage ist
der unangefochtene Chef der Opposition im Europaparlament gegen den
EU-Sozialismus. Immer wieder treibt er die Funktionärskaste der EUdSSR in ihrem
eigenen hohen Haus mit Mut, britischem Sarkasmus und schlitzohriger Gewitztheit
vor sich her. Gestern war es mal wieder soweit. Und wie so oft hieß sein Gegner
Martin Schulz (SPD), der in Brüssel und Straßburg seit Jahren den hässlichen
Deutschen noch ein Barthaar besser mimt als Daniel Cohn-Bendit oder Elmar Brok,
und der, hört, hört, seit kurzen nun als Parlamentspräsident Hochwürden spielt.
Schulz, so Silvio Berlusconi einmal, wäre eigentlich prädestiniert ?für die
Rolle des KZ-Aufsehers in einem Film über die Nazis?.
Gestern nun also sagte der Abgeordnete Farage, er habe
gedacht, es müsse ein Witz sein, ?dass das deutsche Finanzministerium
vorschlägt, dass ein EU-Kommissar, manche mögen sagen: ein Gauleiter, und seine
Leute ein Gebäude in Athen besetzen und die Verwaltung des Landes übernehmen?.
Tatsächlich hatte die meistverkaufte britische Sonntagszeitung das Wort
Gauleiter in diesem Zusammenhang benutzt.
Die kleine Provokation verfehlte ihre Wirkung nicht.
Erinnern Sie sich noch an den ehemaligen Grünen-Chef Reinhard Bütikofer? Der
gemütliche Pfälzer wurde irgendwann ins EU-Parlament abgeschoben. Nun beschwerte
er sich laut, aufgebracht, ja geradezu hysterisch, wie es sonst nur sein
Fraktionskollege Cohn-Bendit zelebriert, über den Vorwurf des Briten Farage. Er,
Bütikofer, sei ? er fuchtelt wild mit den zarten Fingern ? entsetzt, dass Farage das
demokratische Deutschland mit Nazi-Deutschland auf eine Stufe stelle.
Der so Angesprochene, der übrigens mit einer
deutschen Frau verheiratet ist, wäre
nicht er selbst ... |
|
01.02.2012 19:00
|
| US-Vorwahlen: Baby-Boomer im Abwehrkampf |
In Amerika tobt ein neuer Generationenkonflikt
von Robert Grözinger
Wieder einmal
erweist sich ein kurzer anonymer Kommentar als interessanter und informativer
als der kommentierte Artikel eines Hauptstrom-Mediums.
In ?Spiegel-Online?
schreibt Marc Pitzke heute über den US-Vorwahlkampf in Florida, als berichte er
von einem Gladiatoren-Zweikampf: ?Romney und Gingrich bekämpften sich hier mit
einer Brutalität, die selbst Republikaner schockierte.? Zum Kommentar dazu
gleich mehr. Außen vor bleibt im Hauptartikel die Beobachtung, dass der programmatisch-inhaltliche
Abstand dieser beiden Politiker zueinander, wie auch zu Barack Obama, ziemlich
gering ist. Außen vor bleibt auch die Beobachtung, dass der eine
programmatische Alternative vertretende Ron Paul, der als einziger Republikaner
nicht aktiv im Vorwahlkampf in Florida teilnahm, trotzdem sieben Prozent der
Stimmen erhielt. Gemessen an null Dollar Ausgaben für Eigenwerbung schon
beachtlich. Und ein Zuwachs von 3,7 Prozent im Vergleich zu 2008 ? in absoluten
Zahlen 55.000 Stimmen mehr. Mitt Romney dagegen musste für jede seiner 700.000
Stimmen im Südstaat etwa 21 Dollar an Werbung ausgeben. Paul hat übrigens sein millionenschweres
Pulver, das er dank einer Unzahl von Klein- und Kleinstspenden zusammentragen konnte,
für die jetzt kommenden Vorwahlen aufgehoben, wo er in den Umfragen besser
dasteht und, im Gegensatz zur Alles-oder-Nichts-Wahl in Florida, tatsächlich
entscheidende Delegiertenstimmen gewinnen kann. Kein Wort darüber, dass schon allein
die durch nichts umzustimmenden sieben Samurai-Prozent in Florida ?
traditionell ein entscheidender ?swing state? bei den Präsidentschaftswahlen ?
im November durchaus wahlentscheidend sein könnten. Wenn Paul nicht der
Kandidat der Republikaner wird, so hört man überall in den einschlägigen Foren
und in Interviews mit seinen Unterstützern, werden diese Hartgesottenen weder
für Romney ... |
|
31.01.2012 11:28
|
| Der Weg zur Knechtschaft: Konjunkturprogramme zerstören die Gesellschaft |
Die Antwort auf den Neosozialismus ist der Neoliberalismus
von Ralph Bärligea
Die
Fiskalpolitik sei ausgereizt, um die Konjunktur noch anzukurbeln, darum solle
nun die Geldpolitik einspringen, meint im keynesianischen Meinungstenor nun
auch Morgan-Stanley-Chefökonom Joachim Fels im ?Handelsblatt?. Was passiert
jedoch, wenn die Regierung über Haushalts- oder Geldpolitik Ausgaben tätigt und
damit die Wirtschaft ?stimuliert?? Immer
wird so privaten Individuen Kaufkraft entzogen. Sie haben damit weniger
Möglichkeiten, ihr Geld so auszugeben, wie es ihre Bedürfnisse verlangen.
Stattdessen wird das Geld nach planwirtschaftlichen Grundsätzen über die
Regierung ausgegeben. Die Produktions- und Kapitalstruktur richtet sich in
Folge nicht mehr an den Bedürfnissen des einzelnen Menschen, sondern an
zentralplanerischen Vorstellungen aus.
Das planende
Zentralkomitee hat jedoch niemals das nötige Wissen und die nötigen Anreize, um
viele Milliarden Einzelbedürfnisse in Einklang miteinander optimal zu bedienen.
Letztendlich ist die ökonomische Zentralplanung durch die Staatsgewalt eine
Anmaßung von Wissen. Diese Anmaßung ist darum mit Menschenverachtung
gleichzusetzen, weil man sich das Recht nimmt, für andere Menschen über deren
Köpfe hinweg Entscheidungen zu treffen. Eine Zerstörung des Kapitals und eine
Totalverarmung der Gesellschaft bis hin zur Aufgabe und Standardisierung des
Individuums und eine Verrohung der Kultur sind die Konsequenzen. Trümmerlandschaften,
Investitionsruinen, Armut und Hunger wie in der einstigen Sowjetunion oder im
heutigen Nordkorea werden die Folgen sein.
Der richtige Weg: Leben auf eigene
Kosten, Wachsen nach Möglichkeit
Wird im
privaten Sektor Geld ausgegeben, dann geschieht dies nach individuellen
Präferenzen derjenigen, die das Geld ausgeben. Die so vorhandene Nachfrage
sendet ein Signal an die produzierenden Unternehmen. Sie produzieren das, was
vom Einzelnen in Menge und Qualität entsprechend des individuell verfügbaren Budgets ... |
|
30.01.2012 16:24
|
| Pressefreiheit und Meinungsfreiheit: Gott schütze Ungarns Regierung! |
Warum ich auf der Seite von Viktor Orbán bin
von Lion Edler
Um meine Meinung zur angeblich
drohenden konservativen Diktatur in Ungarn nachvollziehbarer zu machen, sollte
ich zuvor einige Ausführungen zum Thema ,,Quellenkritik? machen. Mein Brockhaus
definiert die geschichtliche Quellenkritik als Prüfung von Geschichtsquellen
,,auf ihren Quellenwert?. Geprüft werden muss dabei dem Wörterbuch zufolge zum
Beispiel der örtliche und zeitliche Abstand des Berichtenden vom Geschehnis.
Und nicht zuletzt: der ,,Standpunkt des Berichtenden?! Dieser Punkt ist besonders wichtig bei einer deutschen Medienlandschaft, in der
sich 76 Prozent der Journalisten, die eine Parteineigung angeben, zu rot-grünen
Parteien bekennen. Und die in der Vergangenheit immer wieder extrem unangenehm
auffiel mit einem gleichschaltenden ,,Rudeljournalismus?, der urteilte, ohne
die Fakten zu kennen oder wahrhaben zu wollen (Sarrazin, Wulff, Mügeln,
Fukushima et cetera). Eine quellenkritische Herangehensweise beeinflusste daher
beispielsweise auch meinen Standpunkt zum angeblich menschengemachten Klimawandel
oder zur Atomenergie. Denn ich bin kein Klimaforscher und kein
Atomenergie-Experte und werde es insofern natürlich immer nur als Laie
beurteilen können, ob der Welt eine ,,Klimakatastrophe? droht, wie ständig
geunkt wird (in letzter Zeit etwas weniger, da manche Journalisten offenbar
allmählich aufwachen), und ob Atomkraft so schrecklich ist. Trotzdem habe ich
natürlich nicht den geringsten Zweifel, dass die ,,Klimaskeptiker? und die
Warner vor einer Atomenergie-Hysterie recht haben. Denn diese argumentieren
glaubwürdiger, weniger demagogisch und ideologisch, verstricken sich nicht
ständig in Widersprüche und werden von den Medien dennoch permanent dämonisiert
und pauschal als Öl- und Atomlobbyisten an den Pranger gestellt.
Durch solche Quellenkritik kann man sich manchmal auch Fragen beantworten, die
durch linke Medien gar nicht gestellt werden. Beispiel: In einer
Videotext-Meldung ... |
|
30.01.2012 13:38
|
| Libyen: Folter und Mord |
Die Krokodilstränen der Kriegstreiber
von Frank W. Haubold
Im August letzten Jahres schrieb
ich schon einmal über die Kumpanei von Nato, westlichen Geheimdiensten und
Medien mit islamistischen Milizen wie der ?Libysch-Islamischen Kampfgruppe
(LIFG)?, die teilweise sogar von international gesuchten al-Qaida-Terroristen
wie Abd al-Hakim Balhaj geführt wurden und werden. Die angebliche libysche
?Revolution? wurde inzwischen dank massiver Nato-Bombardements und dem Einsatz
von Spezialeinheiten zum gewünschten Erfolg gebracht. Triumphaler Höhepunkt
dieses Ereignisses war der planvoll zelebrierte Lynchmord an Oberst Gaddafi,
der die bekannte Philanthropin Hillary Clinton zu dem erfreuten Ausruf ?We came, we saw, he died? veranlasste, der mir inzwischen symptomatisch
für das intellektuelle und moralische Niveau westlicher Eliten erscheint.
Nach diesem freudigen
Ereignis gab es noch einige euphorische Medienberichte über angebliche
Freudenfeste in Tripolis und anderswo, denen es allerdings mangels geeigneter Bilder
ein wenig an Überzeugungskraft gebrach. Das von den siegestrunkenen Milizen
angerichtete Massaker mit Hunderten von Toten unter anderem in Sirte wurde nur
beiläufig erwähnt und sogleich mit finsteren Missetaten in der Gaddafi-Ära
entschuldigt. Auch die internationalen Menschenrechtsorganisationen, die vorher
nie müde geworden waren, vorgebliche Gaddafi-Verbrechen anzuprangern, hüllten
sich plötzlich in beredtes Schweigen, obwohl bei aufmerksamer Sichtung
internationaler (nicht westlicher) Medienberichte schon sehr bald klar wurde,
dass es mit der angeblichen Demokratisierung Libyens wohl so schnell nichts
werden würde. Die Erfolgsmeldungen über Regierungsbildung, bevorstehende freie
Wahlen oder auch nur die Entwaffnung der Milizen wurden seltener, und ganz
allmählich verschwand das Land aus dem Fokus westlicher Berichterstattung ? bis
letzte Woche die Bombe platzte. Mit einem ebenso spektakulären wie mutigen
Schritt kündigten die Hilfsorganisationen Amnesty International und ?Ärzte ohne
Grenzen ... |
|
29.01.2012 10:00
|
| Demografie: Warum Französinnen fruchtbarer sind als Deutsche |
Sie delegieren ihre Hoffnung an die Nachkommen
von Edgar L. Gärtner
So kann man sich irren. Vor kurzem las ich am Ende eines in der FAZ abgedruckten
Aufsatzes über den ?deutsch-französischen Gleichschritt? folgende optimistische
Einschätzung: ?Wie groß das Vertrauen der
Franzosen in die Zukunft ist, zeigt keine Statistik besser als die hohe
Geburtenrate.? Tatsächlich lag die so genannte zusammengefasste
Geburtenziffer der Französinnen im vergangenen Jahr bei 2,01, während jede deutsche Frau im gebärfähigen Alter
statistisch nur 1,4 Kinder in die Welt setzte. Mehr Nachwuchs als die
Französinnen bekommen in Europa nur noch die Irinnen. Schon malen sich Strategen der Geopolitik aus, Frankreich könne in wenigen Jahrzehnten Deutschland als
bevölkerungsreichstes Land der EU überholen. Schon im Jahre 2040 wäre die
französische Bevölkerung, wenn alles so weitergeht wie bisher, von derzeit 65,4
auf über 73 Millionen angewachsen, während die deutsche Bevölkerung von derzeit
81,8 Millionen möglicherweise schon unter diese Zahl abgesunken sein wird.
Wenn es darum geht, die zunehmende Divergenz zwischen den
beiden Nachbarländern zu erklären, sind Standard-Argumente rasch bei der Hand. Sozialdemokraten
aller Parteien verweisen auf das ?fortschrittliche? französische System der
ganztägigen Kleinkinderbetreuung mit Kinderkrippen ab dem dritten Lebensmonat
und kostenlosen Vorschulen ab dem dritten Lebensjahr. Dieses ermöglicht es auch
berufstätigen Frauen, Kinder in die Welt zu setzen und erklärt sicher die
vergleichsweise hohe Frauenerwerbsquote in Frankreich. Die meisten Beobachter
sind sich aber darin einig, dass dieses System weder die Frauen noch die Männer
glücklich macht. Denn die Verbindung von Familie und Beruf erzeugt insbesondere
in den tristen Plattenbauten und Reihenhäusern der Vorstädte von Ballungszentren mit ihren
langen ... |
|
28.01.2012 19:30
|
| Athanasios die Glosse: Im Focus rechts |
Der Verfassungsschutz soll Neoliberale observieren
von Athanasios
Zuerst lädt der Innenminister die deutschen Christen zum Kampf gegen Rechts. Dann zeigt er sich ?im Focus rechts? (wie übrigens auch die neue Sonderkommission der Kölner Polizei heißt). Er verteidigt im bajuwarischen Nachrichtenmagazin, dass die Linkspartei vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Sie rechtfertige nämlich Straftaten bei Demos (das tun auch Grüne), sie unterstütze ausländische Terrororganisationen (tun auch Geheimdienste) ? und sie strebe eine sozialistische Gesellschaftsordnung an. Was soll denn daran verwerflich sein? Das tun doch alle, und viele mit größerem Erfolg als die Linkspartei! ?Ist es statthaft, gesellschaftspolitische Visionen zu haben, die über die Gegenwart hinausgehen? Ja, mehr noch: Es ist notwendig.? Denn das Grundgesetz schützt nicht den ?real existierenden Kapitalismus?, meint Jakob Augstein im ?Spiegel? (wo er sich am liebsten sieht). Also Erbschaftssteuer reformieren, man hat ja schon geerbt, und Produktionsmittel vergesellschaften, aber nicht die Seifenblasenmaschinen von ?Der Freitag?! Dann aber wird Augstein ungerecht: ?Der Verfassungsschutz hat die terroristische Mordserie der Nazis aus Zwickau nicht nur nicht verhindern können. Er hat von ihr nicht einmal gewusst.? Ungerecht gegenüber dem Amt, weil ein Verfassungsschützer ja sechsmal vor Ort war und höchstens auf einem Auge blind. Und ungerecht gegenüber den Visionären vom volkseigenen Motorenwerk NSU. Im Kampf gegen den Kapitalismus müssen alle real existierenden Sozialisten die Köpfe zusammenstecken. National plus international durch zwei ergibt ja auch europäisch, dafür könnte eine reformierte Behörde schon sorgen. Ganz richtig hält der Porsche-Linksfahrer Klaus Ernst den ?Verfassungsschutz in dieser heutigen Form? für überflüssig. Auf dem rechten Auge blind, observiert der Verfassungsschutz hauptsächlich Linke. Aus dem Osten. Und ... |
|
27.01.2012 12:00
|
| Feminismus: ?Nanny-? oder ?Macho-Staat?? |
Das Bedürfnis nach Unterwerfung im Westen
von Axel B.C. Krauss
Der bekannte Blogger Fjordman stellte in einem Beitrag unter
dem Titel ?Western
Feminism and the Need for Submission? vom 3. September 2006 die Frage, ob
man statt des weitverbreiteten ?Nanny?-Staates nicht lieber von einem ?Ehemann?-Staat
sprechen sollte. Er machte ein in vielen Frauen angeblich nach wie vor aktives
Bedürfnis nach Unterwerfung als Grund für die Affinität zahlreicher westlicher,
politisch beziehungsweise sozialtechnisch aktiver Damen zu totalitärem
Gedankengut aus. Man muß die ellenlangen Ausführungen, in denen er
Zusammenhänge zwischen radikalem Feminismus und einem durch diesen vehement
verteidigten Multikulturalismus besonders mit Blick auf den Islam und das in
ihm dominierende Männlichkeitsbild herstellen möchte, natürlich nicht Wort für
Wort unterschreiben. Kernaussage Fjordmans: Viele Frauen verteidigten den Multikulturalismus
gerade deshalb, weil bestimmte Wesenseigenschaften der ?weiblichen Psyche? sich
insgeheim nach Unterwerfung sehnten; der radikale Feminismus habe aus
westlichen Männern quasi nasse Handtücher gemacht, die nicht mehr in der Lage
seien, solche urweiblichen Sehnsüchte zu befriedigen; er habe ihnen über Jahre
hinweg eingetrichtert, sie seien verantwortlich für sämtliche Übel der
westlichen Hemisphäre, ihnen das ?Mannsein? gründlich auszutreiben versucht.
Nun könnte man abseits solcher geschlechtspsychologischen
Thesen und ihrer empirischen Stützpfeilerbauarbeiten auf Basis von Statistiken,
Umfragen, Studien und manchmal auch einfach nur Spekulationen behaupten, Überlegungen
dieser Art seien doch eigentlich hinfällig, da es schon seit längerer Zeit viele
Frauen in der Politik gebe, was ganz einfach Ausdruck einer erfolgreichen
Emanzipationsbewegung sei ? Frauen können heute eben auch Berufen nachgehen,
die früher Männern vorbehalten waren und von diesen gegen jeden weiblichen
Einfluss oftmals mittels territorialer Beißreflexe mit Zähnen und ... |
|
27.01.2012 11:04
|
| Medienkritik: Der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther und seine kleinlaute Distanzierung nach Kritik an medialer ,,erster Gewalt? |
Quod erat demonstrandum
von Lion Edler
Sind es Vorboten einer medienkritischen
Bewegung? Der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther hat unter der
Überschrift ,,Pressehetze ignorieren? Ich bin so frei!? einen Brief an
FDP-Parlamentarier geschickt, in welchem er mit den hiesigen Medien abrechnet.
Die ,,Journalistenmeute? hetze den Bundespräsidenten ,,wie einen räudigen Fuchs
über sämtliche Titelblätter?, die Medien ,,mit linksgrüner
Hysterie-Berichterstattung? würden ,,immer mehr zur ersten Gewalt im Staat?,
sie hätten vorübergehend suggerieren können, ,,dass man in Deutschland nicht
einmal mehr einen neuen, modernen Bahnhof bauen darf?. Auch hätten die Medien
uns einreden können, ,,dass in Deutschland keiner mehr günstige Energie aus
einem Kernkraftwerk haben will?. Wer diesen ,,Kampagnen-Wahnsinn? stoppen
werde, will Günther wissen. Und Günther macht sich über Handlungsansätze gegen diese Zustände Gedanken: man
könne zwar ,,unmoralische und unfähige Journalisten nicht einfach zum Rücktritt
auffordern? (Ach ja? Warum denn nicht?). Wohl aber könne man ,,Zeitungen
abbestellen, Radio- und Fernsehsender nicht mehr einschalten.? Er sei sich
,,sicher, dann würde sich einiges ändern im medialen Bereich.?
Da kann man Herrn Günther nur rechtgeben. Wie sehr er mit seiner Briefüberschrift
,,Pressehetze ignorieren? Ich bin so frei!? einen lobenswerten Ansatz verfolgt,
konnte man an den Reaktionen sehen: ein markerschütterndes Gebell getroffener
Hunde hub sofort an. Die Angesprochenen versuchten, Günther als jemanden
darzustellen, der nur einen Sündenbock für sein politisches Versagen und
speziell für das Versagen der FDP zu finden versuche. So schreibt Springers
angeblich ,,bürgerliche? Tageszeitung ,,Die Welt? in einem Bericht: ,,Der
Schuldige am schlechten Ansehen der FDP ist gefunden, zumindest für den
FDP-Abgeordneten Joachim Günther. Er geißelt die Presse und fordert einen
Boykott ... |
|
27.01.2012 10:01
|
| ?Die Welt? marschiert durch Köln: Auf dem Weg zu einem linken Kampfblatt? |
Am Rhein tobt am Samstag mal wieder der Mob
von Guido Neumann
So geht es seit Jahren. Zum Beispiel wenn Christen in Berlin
gegen Abtreibung demonstrieren. Oder wenn Thilo Sarrazin in Hildesheim über
sein Buch sprechen möchte. Oder jetzt in Köln, wo eine rechte Bürgerbewegung
Pro Köln am Samstag gegen linksextremistische Gewalt demonstrieren
möchte. Motto der Demonstration: ?Keine rechtsfreien Räume für linksextreme
Hausbesetzer!? Stets ?begleiten? solche friedlichen Kundgebungen Hundert oder
gar Tausende Linksfaschisten, um ihnen unliebsame
Meinungsäußerung in einer Orgie von Gewalt zu ersticken. Linke Medien schieben
die Ausschreitungen dann anschließend den Opfern in die Schuhe.
Das ist soweit nicht neu. Bemerkenswert ist in Köln nun
allerdings die Berichterstattung der ehemals konservativen Tageszeitung ?Die
Welt?, von der die Leser Aufklärung statt Propaganda erwartet hätten. Bereits
vor den zu befürchtenden Ausschreitungen der linken Szene höhnt das
Springer-Blatt in der Tradition ausgereifter Ostberliner
Desinformationskampagnen: ?Im rechtsrheinischen Stadtgebiet droht am Wochenende
das Verkehrschaos. Die Bürgerbewegung Pro Köln hat für diesen Samstag einen
Aufmarsch durch Kalk angemeldet. Auch die U-Bahn-Haltestellen Kalk Kapelle und Kalk
Post müssen während des Marschs der Ultrarechten am Samstag gesperrt werden. Von
dem Pro Köln-Aufmarsch ist allerdings nicht nur der Verkehrsfluss betroffen. So
befürchtet die Standortvertretung Kalk, eine Initiative der Geschäftsvertreter,
für die Läden an der Kalker Hauptstraße Einbußen von rund 20 Prozent.? Und: ?20
Prozent der Geschäfte machen am Samstag gar nicht erst auf.?
Was für ein Hohn! Warum und wogegen Pro Köln überhaupt demonstriert?
Erfährt der Leser der ?Welt? nicht. Lieber lässt das ?bürgerliche Blatt? den Vertreter
der Linken im Stadtrat zu Wort kommen: ?Wir werden wieder aktiven Widerstand
leisten ... |
|
| |
Nicht alles ist so, wie es uns vorgesetzt wird. Kritsche Kommentare zu gesellschaftlichen Entwicklungen und zum Zeitgeschehen.
|
| |
|